Bisher konnte Assistent Ingo bereits transkribieren – sowohl in der Anwendung als Diktatfunktion als auch zur Umwandlung von (bspw.) mitgeschnittenen Telefonaten in Text. Der dabei erstellte Text entsprach 1:1 der Aufnahme.

Anbei ein Beispiel für ein transkribiertes Telefonat:

Guten Tag, Herr Müller. Schön, dass Sie heute hier sind. Wie kann ich Ihnen helfen?
Guten Tag, Herr Rechtsanwalt. Ich wurde gestern fristlos gekündigt, und zwar wegen einer Äußerung, die ich über meinen Chef gemacht habe. Ich habe ihn als inkompetent bezeichnet.
Verstehe. Können Sie mir genau schildern, was passiert ist? In welchem Zusammenhang haben Sie diese Äußerung getätigt?
Ja, es war auf der Arbeit, im Pausenraum, vor ein paar Kollegen. Ich war frustriert, weil es immer wieder Probleme gab, die mein Chef nicht gelöst hat. Da habe ich gesagt, er sei inkompetent.
War das direkt an Ihren Chef gerichtet oder eher eine allgemeine Bemerkung im Kollegenkreis?
Es war nicht direkt an ihn gerichtet, er war nicht dabei. Aber die Kollegen haben es ihm offenbar erzählt.
Das ist ein wichtiger Punkt. Die fristlose Kündigung wegen einer Beleidigung kann rechtlich problematisch sein, wenn der Chef nicht persönlich beleidigt wurde und die Äußerung im Pausenraum gefallen ist. Haben Sie die Kündigung schriftlich erhalten?
Ja, gestern kam das Schreiben per Post.
Gut, ich werde die Kündigung prüfen und mit Ihnen besprechen, ob sie rechtlich haltbar ist. Es kommt auch darauf an, ob bereits vorher Abmahnungen vorlagen. Hatten Sie schon einmal Probleme am Arbeitsplatz?
Nein, das war mein erster Konflikt.
Das spricht eher gegen die Wirksamkeit der fristlosen Kündigung. Wir können eine Kündigungsschutzklage prüfen. Ich werde die Formalien und Fristen erläutern. Haben Sie sonst noch Fragen?
Vielen Dank, Herr Anwalt. Wie lange habe ich Zeit, um zu reagieren?
In der Regel müssen wir innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage erheben, sonst gilt die Kündigung als wirksam. Ich empfehle, keine weiteren Äußerungen zum Fall zu machen, bis wir das weitere Vorgehen besprochen haben.
Alles klar, danke. Ich bin froh, dass Sie mir helfen.
Gern. Ich werde mich schnellstmöglich mit den nächsten Schritten bei Ihnen melden.

Vorteile sind u.a. die Durchsuchbarkeit und ein schnelles Erschließen des Inhaltes, ohne lange Aufnahmen anhören zu müssen.

Jedoch ist es je nach Gesprächsverlauf nicht immer trivial, im Nachhinein festzustellen, welche Redeanteile auf welche Person gefallen sind. Dieses Problem löst eine Sprechererkennung, die ab sofort experimentell in Assistent Ingo implementiert ist.

Das obenstehende Beispiel schaut nun so aus:

SPRECHER 1: Guten Tag, Herr Müller. Schön, dass Sie heute hier sind. Wie kann ich Ihnen helfen?
SPRECHER 2: Guten Tag, Herr Rechtsanwalt. Ich wurde gestern fristlos gekündigt, und zwar wegen einer Äußerung, die ich über meinen Chef gemacht habe. Ich habe ihn als inkompetent bezeichnet.
SPRECHER 1: Verstehe. Können Sie mir genau schildern, was passiert ist? In welchem Zusammenhang haben Sie diese Äußerung getätigt?
SPRECHER 2: Ja, es war auf der Arbeit, im Pausenraum, vor ein paar Kollegen. Ich war frustriert, weil es immer wieder Probleme gab, die mein Chef nicht gelöst hat. Da habe ich gesagt, er sei inkompetent.
SPRECHER 1: War das direkt an Ihren Chef gerichtet oder eher eine allgemeine Bemerkung im Kollegenkreis?
SPRECHER 2: Es war nicht direkt an ihn gerichtet, er war nicht dabei. Aber die Kollegen haben es ihm offenbar erzählt.
SPRECHER 1: Das ist ein wichtiger Punkt. Die fristlose Kündigung wegen einer Beleidigung kann rechtlich problematisch sein, wenn der Chef nicht persönlich beleidigt wurde und die Äußerung im Pausenraum gefallen ist. Haben Sie die Kündigung schriftlich erhalten?
SPRECHER 2: Ja, gestern kam das Schreiben per Post.
SPRECHER 1: Gut, ich werde die Kündigung prüfen und mit Ihnen besprechen, ob sie rechtlich haltbar ist. Es kommt auch darauf an, ob bereits vorher Abmahnungen vorlagen. Hatten Sie schon einmal Probleme am Arbeitsplatz?
SPRECHER 2: Nein, das war mein erster Konflikt.
SPRECHER 1: Das spricht eher gegen die Wirksamkeit der fristlosen Kündigung. Wir können eine Kündigungsschutzklage prüfen. Ich werde die Formalien und Fristen erläutern. Haben Sie sonst noch Fragen?
SPRECHER 2: Vielen Dank, Herr Anwalt. Wie lange habe ich Zeit, um zu reagieren?
SPRECHER 1: In der Regel müssen wir innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage erheben, sonst gilt die Kündigung als wirksam. Ich empfehle, keine weiteren Äußerungen zum Fall zu machen, bis wir das weitere Vorgehen besprochen haben.
SPRECHER 2: Alles klar, danke. Ich bin froh, dass Sie mir helfen.
SPRECHER 1: Gern. Ich werde mich schnellstmöglich mit den nächsten Schritten bei Ihnen melden.

Gespräche, bei denen aus dem Kontext nicht zuverlässig auf den Sprecher geschlossen werden kann, oder bei denen die Redeanteile stark unterschiedlich verteilt sind, sollten sich so besser auswerten und nachnutzen lassen.

Gern direkt ausprobieren: innerhalb einer Sounddatei einer Akte den „AI“-Button nutzen, dort die Aktion „Transkription, mit Sprechererkennung“.

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